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Test: TAG Heuer Grand CARRERA Calibre 17 RS2

22. Januar 2011 | Von: onchrono | Rubrik: Test & Technik | Leser: 29.097 | 3 Kommentare »
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Von der Carrera bis zur Grand CARRERA

Im Jahr 1962 hörte Jack Heuer zum ersten Mal von dem legendären Carrera-Panamericana-Straßenrennen. Das gefährliche Autorennen fand von 1950 bis 1954 auf öffentlichen Straßen quer durch Mexiko statt. Danach wurde es aufgrund vieler tödlicher Unfälle verboten.

Nach diesem Rennen benannte Jack Heuer die original Carrera, welche 1964 vorgestellt wurde. Sie war auch ein Tribut an den TAG-Heuer-Markenbotschafter und fünfmaligen Formel 1-Weltmeister Juan Manuel Fangio, der die Carrera-Panamericana 1953 in einem Lancia D24 gewinnen konnte.

Zunächst mit Venus-Handaufzugskaliber 72 angetrieben, wurde die Carrera ab 1969 mit Kaliber 11 ausgestattet. Mit Zeniths El-Primero war dieses Werk eines der ersten Automatikchronographen.

Nach Jahren der Quarzkrise erlebte die Carrera 1996 eine Wiederveröffentlichung mit neuem Design und neuem Innenleben. Sie ist TAG Heuers erfolgreichstes Modell und hat sich inzwischen zu einem Klassiker entwickelt.

2007 wurde dann eine Weiterentwicklung der Carrera eingeführt: die Grand CARRERA. Aus dieser Linie stammt der Grand CARRERA Calibre 17 RS2 Chronograph, der zunächst in einer auf 1000 Stück limitierten Version angeboten wurde, jetzt aber unlimitiert erhältlich ist.

(Hinweis: Fotos/Gangergebnisse sind per Klick vergrößerbar.)

TAG Heuer - Grand CARRERA RS2 - Symmetrisches Zifferblatt

TAG Heuer Grand CARRERA RS2 - Symmetrisches Zifferblatt


Zifferblatt und Zeiger

Das schwarze Zifferblatt ist aufwendig gestaltet. Es besitzt eine Opalinmitte, die von Spiralen umlaufen wird. Die facettierten und gewölbten Indizes sind von Hand aufgesetzt. Ebenso das TAG Heuer-Logo und das Datumsfenster.

TAG Heuer Grand CARRERA RS2 - Logo

TAG Heuer Grand CARRERA RS2 - Von Hand appliziertes TAG Heuer-Logo


Das Besondere der Grand CARRERA-Linie sind die mit einem Rotationssystem (RS) ausge-statteten Anzeigen. Der Chronograph RS2 zeigt die kleine Sekunde (bei 3 Uhr) und die Chronographenminuten (bei 9 Uhr) mit sich drehenden Scheiben unter feststehenden Zeigern an. Zusammen mit dem Datum (bei 6 Uhr) ergibt sich eine sehr schöne Symmetrie des Zifferblatts.

Die Rotations-Anzeigen mit polierten Kanten zeigen einen sauberen Genfer Streifenschliff. Ihre Form erinnert an den Aufzugsrotor eines Uhrwerks.

TAG Heuer Grand CARRERA RS2 - Rotationssystem

TAG Heuer Grand CARRERA RS2 - Scheibenanzeige


Indizes, Zeiger, Logo, Datum und die Rotations-Anzeigen sind mit einer »Schwarzgold-plattierung« versehen.

Ein Teil der facettierten Stunden-/Minuten-Zeiger ist mit Leuchtmasse belegt. Weitere Leuchtpunkte finden sich bei den Stunden-Markierungen. Der 12-Uhr-Index ist zur besseren nächtlichen Orientierung mit einem zusätzlichen Leuchtpunkt gekennzeichnet.

Die kleine Sekunde und die Anzeigenelemente des Chronographen besitzen keine Leuchtmasse. Eine Gangkontrolle oder das Ablesen des Chronographen im Dunkeln sind so nicht möglich.

TAG Heuer Grand CARRERA RS2 - Nachtansicht

TAG Heuer Grand CARRERA RS2 - Auch bei Dunkelheit gut ablesbar


Die Zeiger sind ausreichend lang und erreichen knapp die entsprechenden Skalen.

Im Gegensatz zu einem Chronographen mit Zeigeranzeigen wird eine bessere Ablesbarkeit durch die Scheibenanzeigen nicht wirklich erreicht. Da ein großer Teil der Scheibe mit den aufgedruckten Zahlen nicht sichtbar ist, fehlt etwas die direkte Orientierung. Die kleine Sekunde besitzt nur eine 5-Sekunden-Einteilung und kann daher nicht sekundengenau abgelesen werden. Der 30-Minuten-Zähler des Chronographen verfügt zwar über eine minutengenaue Einteilung, doch auch hier sind die Zahlen recht klein.

Wohl aus Designgründen sind der feststehende Zeiger und der Skalenanfang der kleinen Sekunde rot, obwohl diese nicht zur Chronographenfunktion gehört.


Gehäuse

Sowohl das 43 Millimeter durchmessende Gehäuse, die Lünette mit eingravierter Tachymeterskala als auch Krone und Drücker bestehen aus schwarzem Titan Grad 2. Durch das leichte Material beträgt das Gesamtgewicht des Chronographen, einschließlich Armband und Schließe, nur 100 Gramm.

Titan Grad 2 ist deutlich widerstandsfähiger als Edelstahl. Auch nach ausgiebigem Tragetest waren bei der Testuhr keinerlei Kratzspuren festzustellen.

Das obere Saphirglas ist gewölbt und zweiseitig entspiegelt. Das dunkel getönte Saphirglas des sechsfach verschraubten Bodens wird durch einen Mittelsteg zweigeteilt. Das interessante Design schränkt jedoch die Sichtbarkeit auf das Werk ein.

Das Gehäuse ist druckfest bis 10 Bar (100 m).

TAG Heuer Grand CARRERA RS2 - Werkansicht

TAG Heuer Grand CARRERA RS2 - Interessante Gestaltung der Werkansicht


Die exakte Verschraubung und Rastung der großen Krone machen die Bedienung sehr einfach. Das Starten, Stoppen und Rückstellen des Chronographen ist jedoch mit den ebenfalls verschraubbaren Drückern nur mit erhöhtem Kraftaufwand zu bewerkstelligen.

TAG Heuer Grand CARRERA RS2 - Aufwendige Zifferblattgestaltung

TAG Heuer Grand CARRERA RS2 - Aufwendige Zifferblattgestaltung


Armband und Schließe

Das Band besteht aus Alligatorleder, das zusätzlich dünn mit so genanntem »Soft-Touch-Material« beschichtet ist. Die Maserung geht dadurch nicht verloren und ist weiterhin sichtbar. Nähte und Innenfutter sind in roter Farbe abgesetzt. Das Tragegefühl ist dank des geschmeidigen Bandes sehr angenehm.

Bei der Schließe handelt es sich um eine massive Einfachfaltschließe aus Titan Grad 2 mit Sicherheitsdrückern. Sie trägt ein von Hand aufgelegtes TAG Heuer-Logo und schließt sehr sicher.


Werk

TAG Heuer gibt dem Werk die Bezeichnung Calibre 17 RS. Basis-Kaliber ist ein ETA 2894-2, welches entsprechend umgebaut wird. So muss z.B. das Rückstellsystem des Chronographen verstärkt werden, da die Minutenscheibe deutlich schwerer ist als ein herkömmlicher Zeiger.

Das Werk besitzt eine traditionelle, horizontale Kupplungsvorrichtung und so lässt sich auch hier ein geringes Starthüpfen des Stoppsekundenzeigers feststellen.

Die Anzeige des Stundenzählers wurde weggelassen. An seiner Stelle sitzt jetzt eine Datumsanzeige mit Schnellkorrektur. Der Datumssprung findet etwas zu früh um 23.55 Uhr statt.

Das Werk bietet einen komfortablen Sekundenstopp, so dass die Zeit mit Hilfe z.B. einer Funkuhr exakt eingestellt werden kann.

Der ausgefräste Aufzugsrotor ist graviert und mit Genfer Streifen verziert. Die Brücken tragen eine Perlage.

Die Chronometerzertifizierung für das Calibre 17 RS erfolgt durch die Schweizer C.O.S.C. .

TAG Heuer - Grand CARRERA RS2 - Officially Certified Chronometer

TAG Heuer Grand CARRERA RS2 - Officially Certified Chronometer


TAG Heuer Grand Carrera RS 2_Gangergebnisse

Gangwerte

Auf der Zeitwaage läuft der Grand CARRERA RS2 in den Lagen »Zifferblatt oben«, »Zifferblatt unten« und »Krone oben« praktisch ohne Abweichung. Größere Vorgänge stellen sich jedoch bei den Lagen »Krone unten« und »Krone links« ein. Die größte Abweichung zwischen zwei Gängen beträgt damit 10 Sekunden und so schafft die Uhr in unserem Test die Chronometernorm nicht ganz. Alle anderen Vorgaben erfüllt der Chronograph jedoch innerhalb der Toleranzen.

Der mittlere tägliche Gang beträgt geringe +2,6 Sekunden. Mit eingeschaltetem Chronograph nur eine Sekunde mehr. In keiner Position sind Minuswerte festzustellen. Die guten Amplitudenwerte bleiben auch bei eingeschaltetem Chronograph stabil.


TAG Heuer Grand CARRERA RS2 - Wristshot

TAG Heuer Grand CARRERA RS2 - Sportlicher Chronograph


Test-Fazit

Der Grand CARRERA Calibre 17 RS2 Chronograph wird mit seiner matten, schwarzen Oberfläche und den roten Akzenten viele Sportuhrenfans ansprechen. Die Uhr hat durch das Rotations-System einen hohen Wiedererkennungswert, wenn auch die Ablesbarkeit nicht optimal ist. Absolut gesehen hat die Uhr einen hohen Preis, da hier »nur« ein modifiziertes ETA-Kaliber verbaut wird. Der Chronograph ist jedoch sehr gut verarbeitet und das Zifferblatt aufwendig gestaltet. Zudem erhält man ein recht kratzfestes Gehäuse, das die Uhr auch nach einiger Zeit noch neu aussehen lässt.


Text: © Mario Hüsch // Fotos/Video: © Mario Hüsch


Daten TAG Heuer Grand CARRERA Calibre 17 RS2

Hersteller: TAG Heuer S.A., Rue Lois-Joseph Chevrolet 6a, 2300 La Chaux-d-Fonds, Schweiz

Referenznummer: CAV518B.FC6237

Funktionen: Stunden, Minuten, kleine Sekunde; Chronograph mit 30-Minuten-Zähler; Datum

Werk: TAG Heuer Calibre 17 RS (Basis-Kaliber: ETA 2894-2), Automatik; Chronometer (C.O.S.C); Chronograph; 28800 A/h (4 Hz); Ø 28,6 mm; 37 Steine; Glucydur-Unruh; Incabloc-Stoßsicherung; Gangautonomie 42 h

Gehäuse: Titan Grad 2 mit schwarzer Titankarbid-Beschichtung; Tachymeterskala; gewölbtes, beidseitig entspiegeltes Saphirglas; 6-fach verschraubter, getönter Saphirglasboden mit Mittelsteg; verschraubte Krone und Drücker; bis 10 bar druckfest

Armband und Schließe: Alligatorleder mit “Soft-Touch-Material” beschichtet; massive Faltschließe aus Titan Grad 2

Maße: Ø 43 mm (mit Krone Ø 47 mm); Höhe 15 mm; Gesamtgewicht 100 g

Varianten: mit Kautschukband

Den Preis der Testuhr finden Sie im Preis-Index.

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3 Kommentare zu "Test: TAG Heuer Grand CARRERA Calibre 17 RS2"

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  1. Ich muss sagen, das ist ein gelungener Test der Uhr. :)
    Die Bilder sind auch sehr gut geworden.

  2. Gelungener Test, vllt. sollte man in den Text mehr Wertung einfließen lassen, wirkt dann noch interessanter.
    Evtl. sollte bei der Abweichungstabelle (oder wie man es auch nennt :) ) erläutert werden, was ok und was zu viel ist, denn für mich als Laie ist das sehr verwirrend.
    Die Uhr sieht sehr cool aus.
    Hoffe dieses Magazin hier lässt noch viel von sich hören.

  3. @ Kevin
    Es wird eine Seite »So testet Onchrono« geben.
    Bei den Gangergebnissen kann man sich an den in hellgrau wiedergegebenen Toleranzen der amtlichen Schweizer Chronometerprüfstelle C.O.S.C. (Contrôle Officiel Suisse des Chronomètres) orientieren. Ein sehr gut einreguliertes Werk läuft innerhalb dieser Vorgaben.

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