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ZENITH El Primero Stratos Flyback Striking 10th – Sonderedition Felix Baumgartner

26. August 2012 | Von: onchrono | Rubrik: Arena | Leser: 11.404 | Keine Kommentare »
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Startbereit für die ultimative Herausforderung!

Mit dem ZENITH El Primero Stratos Flyback Striking 10th Chronographen am Arm wagt der ZENITH-Botschafter Felix Baumgartner im Sommer 2012 den großen Sprung: einen freien Fall aus einer in der Stratosphäre, in einer Höhe von mehr als 36,5 km, an einem Ballon fliegenden Kapsel (ein Vierfaches der Flughöhe von Verkehrsflugzeugen).

Mit seiner Mission am Rande des Weltalls unter dem Namen Red Bull Stratos wird er versuchen, die Grenzen dessen zu überschreiten, was seit über 50 Jahren als menschenmöglich gilt, und damit gleich vier Weltrekorde zu brechen:

  • höchste bemannte Ballonfahrt
  • höchster Absprung zum freien Fall
  • längster freier Fall
  • und – zum ersten Mal in der Geschichte der Menschheit – das Durchbrechen der Schallmauer im freien Fall
Felix Baumgartner - ZENITH El Primero Stratos Flyback Striking 10th

Felix Baumgartner mit seiner ZENITH El Primero Stratos Flyback Striking 10th


Felix Baumgartner - ZENITH El Primero Stratos Flyback Striking 10th - Detail


Mit der Unterstützung eines Teams von erfahrenen Experten wird Felix Baumgartner in einem Stratosphärenballon in eine Höhe von 36576 Metern aufsteigen und einen beispiellosen Sprung zum freien Fall absolvieren, bei dem er auf 1125 km/h oder mehr beschleunigt und in Schallgeschwindigkeit der Erde entgegenrauscht, bevor er den Sprung mit einem Fallschirm abschließt.

Diese Annäherung an die Grenzen der Atmosphäre stellt für den Extremsportler die Erfüllung eines Traumes dar und wird kostbare medizinische und wissenschaftliche Daten für künftige Pioniere liefern. Die Manufaktur ZENITH ist einer der Hauptsponsoren und Zeitnehmer für diese hochriskante Mission.

Felix Baumgartner im Druckanzug

Felix Baumgartner im Druckanzug


Das Red-Bull-Stratos-Team vereint die weltweit führenden Spezialisten für Raumfahrtmedizin, Technik, sowie Entwicklung und Herstellung von Druckanzügen, Kapseln und Ballons. Dem Team gehört auch der Oberst der US Air Force im Ruhestand, Joseph Kittinger, an, der bis zu einer Höhe von 31333 Metern aufstieg und derzeit drei der Weltrekorde hält, die Felix Baumgartner schlagen möchte.

In Vorbereitung auf das große Ereignis absolvierte Felix Baumgartner am 15. März 2012 einen Testsprung aus einem Ballon in einer Höhe von 21.828 Metern, mit dem er zur dritten Person wurde, die einen freien Fall aus einer so großen Höhe verwirklichte. Ein zweiter und letzter Testsprung soll im Zeitraum von Juli bis September stattfinden.

Ein sorgfältig abgewägtes Risiko

Die mit einer solchen Herausforderung einhergehenden Risiken sind zahlreich, wurden jedoch genauestens abgewägt. Dr. Jonathan Clark, der medizinische Leiter der Mission, erklärt, dass Felix Baumgartner, dessen Werte während der gesamten Mission genau überwacht und aufgezeichnet werden, sich einer Reihe physiologischer Belastungen stellen muss.

Während des Aufstiegs und des freien Falls durchläuft er verschiedene kritische Phasen. Damit der 55 Stockwerke hohe Ballon sicher starten kann, darf die Windgeschwindigkeit nicht mehr als 3 bis 6 km/h betragen. Während der ersten 305 Meter des Aufstiegs gibt es für Felix Baumgartner keine Möglichkeit zum Notausstieg, da die Höhe nicht ausreicht, um den Notfallschirm zu öffnen.

»Niemand kann genau vorhersagen, wie der menschliche Körper beim Übergang in die Überschallgeschwindigkeit in der Nähe des Weltraums reagiert.«

Felix Baumgartner - Freier Fall aus über 36500 Metern Höhe


Während des Aufstiegs überquert Felix Baumgartner bei etwa 19200 Metern die Armstrong-Linie, wo der Luftdruck so gering wird, dass seine Körperflüssigkeiten ohne den Druck in der Kapsel oder im Raumanzug verdunsten, d. h. bei Körpertemperatur kochen würden.

Während seines Testsprungs von 21828 Metern im März 2012 durchquerte Felix Baumgartner eine Schicht der Stratosphäre, wo die Temperatur bis auf -68 °C abfiel. In einer Höhe von 36576 Metern wird er die Bedingungen am Rande des Weltraums erleben, mit einem luftleeren Raum und extremer Kälte.

Dadurch, dass der Luftwiderstand in der Stratosphäre wesentlich niedriger ist als in geringerer Höhe wird Felix Baumgartner sehr schnell beschleunigen und den Berechnungen zufolge die Schallgeschwindigkeit in der ersten Minute des Falls erreichen, bevor er nach und nach durch die steigende Luftdichte abgebremst wird.

Eine besondere Herausforderung wird es sein, seine Körperposition trotz der intensiven Beschleunigung zu kontrollieren. Der Abenteurer trägt zum Schutz während seines Sprungs einen Druckanzug.

Er sagt: »Es ist ein Sprung ins Unbekannte. Niemand kann genau vorhersagen, wie der menschliche Körper beim Übergang in die Überschallgeschwindigkeit in der Nähe des Weltraums reagiert.«

Felix Baumgartner bei Vorbereitungen zu einem Testsprung

Felix Baumgartner bei Vorbereitungen zu einem Testsprung


Der ultimative Fallschirmsprung

Auf dem Weg nach unten, so Dr. Clark, haben die Wissenschaftler alle Maßnahmen getroffen, damit Baumgartner nicht ins Trudeln (»Flat Spin«) gerät. Flat Spin ist eine echte Gefahr. Besonders bedrohlich ist er für Augen, Gehirn und das Herz-Kreislauf-System.

Wenn der obere Teil des Körpers das Zentrum der Rotation ist, fließt das Blut rasend schnell zu den Füßen, was eine Ohnmacht zur Folge haben kann. Wenn die Rotation im unteren Teil des Körpers angesiedelt ist, rauscht das Blut in Richtung Kopf, was zu einem Zustand führen kann, der »Red Out« genannt wird.

Die Auswirkungen reichen von großem Druck im Kopf bis hin zur Augen- und Gehirnblutungen. Je länger das Trudeln andauert, desto gefährlicher wird es.

Felix Baumgartner mit offenem Visier


Während des Testsprungs aus über 21800 Metern konnte Felix Baumgartner seine Stabilität dank seiner Erfahrung im Fallschirmspringen sehr gut kontrollieren. Als Schutzmaßnahme hat er ein speziell entwickeltes Fallschirmsystem mit Messgerät, das automatisch den Bremsfallschirm auslöst, wenn er länger als sechs Sekunden einen Wert von 3,5 G überschreitet. Er kann den Bremsschirm auch manuell öffnen, indem er einen Knopf an seinem Handschuh drückt.

Felix Baumgartner hat viele Jahre damit verbracht, die Risiken abzuwägen und sich mental und körperlich vorzubereiten. »Im freien Fall die Schallmauer zu durchbrechen ist eine Pionierleistung und ein Pionier zu sein bedeutet, Risiko einzugehen. Ich muss mich nicht in Gefahr bringen, um glücklich zu sein. Aber ich brauche die Herausforderung. Das ist der ultimative Fallschirmsprung!«

Sein Mentor Joe Kittinger, ehemaliger Angehöriger der U.S. Air Force und derzeitiger Rekordhalter, ist sicher, dass sein Protegé erfolgreich sein wird. »Ich sage immer zu Felix Baumgartner, dass er die drei V braucht – Vertrauen in sein Team, Vertrauen in seine Ausrüstung und Vertrauen in sich selbst. Zurzeit hat er all das.«

Felix Baumgartner im Funkkontakt


Eine Uhr für die ultimative Luftfahrtherausforderung

Präzision und Zuverlässigkeit sind schon immer die Leitsätze der Manufaktur ZENITH, die seit 1865 Zeitmesser für die zivile und militärische Luftfahrt herstellt. Dass eine ihrer Uhren mit Felix Baumgartner als erste die Schallmauer am Rande des Weltraums durchbrechen wird, ist ein weiterer Beweis für die Zuverlässigkeit der Marke in Extrembedingungen.

ZENITH-Zeitmesser sind Feuerproben gewöhnt, wie etwa der berühmte El Primero, der erste automatische Hochfrequenz-Chronograph, der 1970 den Atlantik am Fahrgestell einer Boeing 707 auf dem Flug AF015 von Paris nach New York überquerte.

Trotz der Einwirkung großer Temperatur- und Druckschwankungen sowie starker Erschütterungen, behielt er seine Frequenz von 36000 Halbschwingungen pro Stunde bei und blieb auf die Sekunde genau, so dass er – abgesehen von der Anpassung der Zeitzone – nicht neu eingestellt werden brauchte.

ZENITH El Primero Chronograph am Fahrgestell einer Boeing 707 (1970)

ZENITH El Primero Chronograph am Fahrgestell einer Boeing 707 (1970)


Wie alle Modelle der Linie entspricht dieser Zeitmesser voll den Werten des Unternehmens – Authentizität, Kühnheit und Vergnügen. Authentizität, da er den Pioniergeist der Marke und die Perfektion traditioneller Handwerkskunst verkörpert. Kühnheit in Bezug auf das Konzept und die Konstruktion. Und natürlich Vergnügen, da er seinem Träger jederzeit Freude bereiten soll.

Als würdiger Nachfolger des Rainbow Flyback-Chronographen, der 1997 für die französische Luftwaffe entwickelt wurde, ist der Stratos mit dem weltweit genauesten Automatik-Chronographenwerk, dem El Primero, sowie mit einer Striking 10th- und einer Flyback-Funktion ausgestattet, weshalb er den perfekten Partner für Baumgartners Mission darstellt.

Uhren und Cockpit-Instrumente sind plötzlichen Druckveränderungen, starken Vibrationen und heftigen Beschleunigungen von 9 G bis 11 G ausgesetzt. Dank der robusten Konstruktion hält der El Primero Stratos all dem stand und wird dabei sein, wenn Felix Baumgartner die Grenzen des menschlichen Körpers testet.

ZENITH El Primero Stratos Flyback Striking 10th Sonderedition Felix Baumgartner

ZENITH El Primero Stratos Flyback Striking 10th Sonderedition Felix Baumgartner


ZENITH El Primero Stratos Flyback Striking 10th - Säulenrad-Chronograph mit Flyback-Funktion und Anzeige der Zehntelsekunde

ZENITH El Primero Stratos Flyback Striking 10th - Säulenrad-Chronograph mit Flyback-Funktion und Anzeige der Zehntelsekunde


Die erste Uhr, die nahe des Weltraums die Schallgrenze durchbricht

Auf ästhetischer Ebene erinnern die drei verschiedenen Zählerfarben an den ersten El Primero Chronographen von 1969 mit einem zur damaligen Zeit sehr ungewöhnlichen dreifarbigen Zifferblatt, das zur besseren Ablesbarkeit beitrug.

Das dunkle Anthrazitgrau des Stundenzählers bei 6 Uhr unterstreicht die Länge der gemessenen Zeiten, während das Hellgrau des kleinen Sekundenzählers bei 9 Uhr die Flüchtigkeit der Zeit betont. Das Nachtblau des Minutenzählers bei 3 Uhr wiederum symbolisiert die Zwischenposition dieser Maßeinheit.

Darüber hinaus verfügt der El Primero Stratos über eine Striking 10th-Funktion, die zum Ablesen der Zehntelsekunden dient und die zusätzlich mit einem Flyback-Modus kombiniert ist, der in der Luftfahrt besonders praktisch ist, da er eine augenblickliche Nullrückstellung mit einer einfachen Bewegung ermöglicht.

ZENITH El Primero Stratos Flyback Striking 10th - Lünette mit schwarzer Keramikscheibe

ZENITH El Primero Stratos Flyback Striking 10th - Lünette mit schwarzer Keramikscheibe


ZENITH El Primero Stratos Flyback Striking 10th - Logo der Stratos-Mission und Felix’ Motto: »learn to love what you have been taught to fear« (Lerne zu lieben, was du gelernt hast zu fürchten)

ZENITH El Primero Stratos Flyback Striking 10th - Logo der Stratos-Mission und Felix’ Motto: »learn to love what you have been taught to fear« (Lerne zu lieben, was du gelernt hast zu fürchten)


ZENITH und der El Primero Striking 10th

Die Mission in der Stratosphäre ist eine gute Gelegenheit, die Zuverlässigkeit der ZENITH-Uhren unter extremsten Bedingungen hinsichtlich Temperatur, Druck, Geschwindigkeit, Reibung, Erschütterungen etc. zu testen. Sollte der Sprung gelingen, wäre eine ZENITH-Uhr die erste, die die Schallmauer am Rande des Weltraums durchbrochen hat.

Jean-Frédéric Dufour, Vorstandsvorsitzender der Marke, erklärt, was ihn zur Teilnahme an dieser Mission bewogen hat: »Wir haben in der Vergangenheit bereits des Öfteren die Rolle eines Wegbereiters in bis dahin unerforschten Bereichen gespielt.

Das Faszinierende an ZENITH ist diese Fähigkeit, neue Ideen zu entwickeln und sich – vor allen anderen – neuen Entwicklungen im technischen Bereich zu widmen. Unsere Uhren begleiteten einige der größten Abenteuer in der Geschichte der Menschheit:

Die Entdeckung des Nord- und des Südpols durch den Forscher Roald Amundsen, den friedlichen Kampf Mahatma Gandhis für die Unabhängigkeit Indiens, die Anfänge der Ökologie durch Prinz Albert I. von Monaco, die Überquerung des Ärmelkanals durch Louis Blériot, das politische Wirken John F. Kennedys, verschiedene Unterfangen des Forschers John Blashford-Snell wie seine jüngste Expedition nach Nepal, sowie die kühne Pole2Pole-Mission von Johan Ernst Nilsson.

Felix Baumgartner ist aus demselben Holz geschnitzt wie all diese Pioniere und wir sind begeistert, dass der El Primero Stratos Flyback Striking 10th ihn bei diesem Abenteuer begleiten wird.«

Felix Baumgartner beim Anlegen der ZENITH El Primero Stratos Flyback Striking 10th

Felix Baumgartner beim Anlegen der ZENITH El Primero Stratos Flyback Striking 10th


Daten ZENITH El Primero Stratos Flyback Striking 10th Sonderedition Felix Baumgartner

Referenznummer: 27.03.0138.940: Edelstahl

  • Erster El Primero Flyback-Chronograph mit Automatikaufzug und Anzeige der Zehntelsekunde
  • Aus der Reihe der ZENITH-Militärchronographen
  • Exklusive Anzeige der Zehntelsekunde: 1 Umdrehung des Chrono-graphenzeigers in 10 Sekunden
  • Säulenrad-Chronograph mit Automatikaufzug und Flyback-Funktion

Uhrwerk

El Primero 4057B, Automatik; Kaliber: 13¼“`(Durchmesser: 30 mm); Höhe: 6,60 mm; Bauteile: 326; Lagersteine: 31; Frequenz: 36000 Halbschwingungen pro Stunde (5 Hz); Gangreserve: über 50 Stunden; Verzierungen: Oszillierender Rotor mit »Côtes de Genèv«-Guillochierung

Funktionen

Zentraler Stunden- und Minutenzeiger; Kleine Sekunde bei 9 Uhr; Datumsanzeige bei 6 Uhr; Flyback-Chronograph mit Anzeige der Zehntelsekunde: 60-Minuten-Zähler bei 6 Uhr / 60-Sekunden-Zähler bei 3 Uhr / Anzeige der Zehntelsekunde durch den Chronographenzeiger

Gehäuse, Zifferblatt und Zeiger

Material: Edelstahl; einseitig drehbare Lünette mit schwarzer Keramikscheibe; Durchmesser: 45,5 mm; Zifferblattöffnung: 35 mm; Höhe: 14,10 mm; Uhrenglas: Erhabenes, beidseitig entspiegeltes Saphirglas; Gehäuseboden: Massiver Gehäuseboden mit dem Logo der Stratos Mission und Felix’ Motto: »learn to love what you have been taught to fear« (Lerne zu lieben, was du gelernt hast zu fürchten); Wasserdichtigkeit: 10 ATM; Zifferblatt: Silberfarbenes Zifferblatt mit Soleil-Guillochierung und 3 farbigen Zählern; Stundenindizes: Rhodium mit SuperLuminova SLN C1, facettiert; Zeiger: Rhodium mit SuperLuminova SLN C1, facettiert

Armbänder und Schließe

Armband aus Alligatorleder mit schützendem Kautschukfutter, Metall- oder Kautschukarmband Referenznummern: 27.00.2218.714: Alligatorleder schwarz, 27.02.2060.405: Metallarmband, 27.00.2318.515: Kautschuk schwarz (DFKM-Qualität); Dreifachfaltschließe aus Edelstahl

Den Preis des ZENITH El Primero Stratos Flyback Striking 10th – Sonderedition Felix Baumgartner mit Metallband finden Sie im Preis-Index. In der Version mit Lederband ist die Uhr 800 € günstiger.

ZENITH El Primero Stratos Flyback Striking 10th - Drei verschiedene Zählerfarben


Ein Beitrag für die Menschheit

Wie jedes Transportsystem sind Flüge in großen Höhen auf Sicherheitsmaßnahmen angewiesen. Bisher ist der Wissenschaft jedoch nicht bekannt, ob man aus äußerst großen Höhen abspringen kann.

Was geschieht mit einem Menschen, der bei seinem Fall zur Erde die Schallgeschwindigkeit überschreitet? Bietet ein Raumanzug ausreichenden Schutz? Funktioniert ein satellitengestütztes Ortungssystem in diesem Fall? Kann ein Bremsschirm die Körperposition stabilisieren?

Die Antworten auf diese Frage sind von weltweitem Interesse. Luftfahrer und Astronauten versuchen, die Grenzen der Exploration weiter zu stecken und es dauert nicht mehr lange, bis gewöhnliche Menschen als Touristen in den Weltraum fahren können.

Die Erkenntnisse aus der Red-Bull-Stratos-Mission könnten wegweisend in Bezug auf die Entwicklungen von Notfallsystemen für künftige Weltraumtouristen sowie für Piloten und Astronauten sein, die schon heute Systeme für Flüge in der Erdumlaufbahn benötigen.

Die Red-Bull-Mission soll Informationen für die Weiterentwicklung der Flugsicherheit liefern. Dabei können vor allem folgende Aspekte für die Wissenschaft von Nutzen sein:

  • Entwicklung einer neuen Generation von Raumanzügen – mit verbesserter Bewegungsfreiheit und Sicht – sowie anderer Systeme als Notfalllösung für Fahrgäste und Besatzung aus dem Weltraum
  • Entwicklung von Protokollen bezüglich der Einwirkung von großer Höhe und Beschleunigung.
  • Erforschung der Auswirkungen, die durch die Beschleunigung und Abbremsung von Schallgeschwindigkeit entstehen, einschließlich der Entwicklung innovativer Fallschirmsysteme

Felix Baumgartner im Druckanzug - Zenith Stratos


Reduzierung der Gefahren durch große Höhen

Ein Mensch kann in dieser fast luftleeren Schicht der Stratosphäre – selbst wenige Sekunden – nur mithilfe wirkungsvoller medizinischer Mittel überleben. Die Druckkapsel und der Raumanzug sind Systeme, die die durch große Höhe entstehende Gefahr reduzieren sollen.

Auch bestehen bisher noch keine medizinischen Protokolle im Umgang mit einer starken Einwirkung dieser unwirtlichen Elemente, doch das Red-Bull-Stratos-Team entwickelte neue Behandlungsprotokolle für den Notfall.

Ausrüstung auf der Höhe der Anforderungen

Druckanzug und Helm:

Die Außenseite des Druckanzugs besteht aus einem Material, das feuerbeständig ist und zugleich vor der extremen Kälte (die beim Absprung wahrscheinlich etwa -20 °C beträgt und während des Falls auf bis zu -56 °C oder niedriger abfallen kann) schützt.

Der Zwischenraum im Innern des Anzugs ist zur Druckerzeugung mit Gas gefüllt. Durch den Sauerstoffregler im Helm erhält Felix Baumgartner von verschiedenen Quellen 100 % Sauerstoff.

Felix Baumgartner mit Druckanzug und Helm in der Kapsel

Felix Baumgartner mit Druckanzug und Helm in der Kapsel


Heliumballon

Der Red-Bull-Stratos-Ballon besteht aus einem Material, das dünner ist, als Butterbrotpapier und wird ähnlich wie andere Stratosphärenballons mit Helium gefüllt. Helium ist das ideale Gas, da es leichter ist als Luft und daher schwebt, außerdem ist es ungiftig und nicht brennbar.

Der riesige Ballon besteht aus bananenschalenartigen Bahnen aus leistungsstarkem Polyethylen mit einer Stärke von nur 0,02 mm. Insgesamt besitzen diese eine Fläche von 40 Hektar – genug um fünf Millionen Butterbrote einzupacken!

Kapsel:

Die Red-Bull-Stratos-Kapsel dient der Lebenserhaltung während des fast dreistündigen Aufstiegs zum Sprung. Die Kapsel mit einem Durchmesser von 1,8 Metern, die neben Felix Baumgartner auch Instrumente mitführt, steht unter Druck, um das Risiko einer Dekompressionskrankheit zu vermeiden, ohne dass Felix Baumgartner während des Aufstiegs den Raumanzug aufblasen muss.

Die Ingenieure führten über 150 Falltests durch, um Stoßdämpfer für die Geräte zur Datenaufnahme zu entwickeln, die Erschütterungen bei der Fallschirmlandung der Kapsel abfangen.

Red-Bull-Stratos-Kapsel

Red-Bull-Stratos-Kapsel


Fallschirme

Kein herkömmlicher Fallschirm ist für Höhen über 7600 Meter geeignet, doch Felix Baumgartner springt aus 36.500 Metern ab. Die speziell für seine Bedürfnisse entwickelte Fallschirmausrüstung ist absolut fortschrittlich und umfasst einen Hauptschirm, einen Notfallschirm, einen Bremsschirm zur Stabilisierung sowie ein Sauerstoffsystem.

Wenn alles planmäßig verläuft, wird Felix Baumgartner nur den Hauptschirm öffnen. Um das zu tun, muss er jedoch zunächst von der Schallgeschwindigkeit auf eine Geschwindigkeit von etwa 270 km/h abbremsen.

Sollte Felix Baumgartner bei dem Versuch die Schallgeschwindigkeit zu erreichen jedoch ins Trudeln geraten oder seine Position instabil werden, kann er den kleinen Bremsschirm öffnen, der speziell zur Stabilisierung seiner Position selbst bei Überschallgeschwindigkeit entwickelt wurde.

Über Felix Baumgartner

Der 1969 in Salzburg, Österreich, geborene Felix Baumgartner begann mit 16 Jahren mit dem Fallschirmspringen und verfeinerte seine Technik als Mitglied des Schau- und Wettkampfteams des österreichischen Bundesheers. 1988 begann er mit Schauspringen für Red Bull. Dabei funkte es zwischen dem Unternehmen und dem Abenteurer, so dass sie seither zusammenarbeiten.

In den 90er-Jahren hatte Felix Baumgartner das Gefühl, im klassischen Fallschirmspringen alles erlebt zu haben, und ging zum Base-Jumping – dem Fallschirmspringen von feststehenden Objekten – über. Er merkte, dass die blitzschnelle Reaktion und präzise Technik, die für das Springen aus so niedrigen Höhen erforderlich ist, auch seine Technik für Sprünge aus großen Höhen verbessern.

Der hauptsächlich für seinen Flug im freien Fall über den Ärmelkanal mit einem Karbonflügel bekannte Felix Baumgartner absolvierte Weltrekordsprünge im Base-Jumping und wurde für den World Sports Award und zweimal für die NEA Extreme Sports Awards nominiert. Außerdem ist er ein großer Verfechter der wohltätigen Wings for Life Spinal Cord Research Foundation und Hubschrauberpilot.

Felix Baumgartner - Extrem Fallschirmspringer

Felix Baumgartner - Extrem Fallschirmspringer


Felix Baumgartner - Bereit für den freien Fall aus 36576 m Höhe

Felix Baumgartner - Bereit für den freien Fall aus 36576 m Höhe


Wichtige Leistungen und Rekorde

1997

Weltmeistertitel im Base-Jumping in West Virginia, USA.

1999

Weltrekord: höchster Base-Jump von einem Gebäude, den Petronas Twin Towers in Kuala Lumpur, Malaysia (450 Meter). Weltrekord: niedrigster Base-Jump von der Christusstatue in Rio de Janeiro, Brasilien (29 Meter).

2000

Nominierung für die NEA Extrem Sports Awards in München in der Kategorie besondere Leistungen.

2001

Nominierung für den World Sports Award in der Royal Albert Hall in London in der Kategorie Extremsport. Nominierung für die NEA Extrem Sports Awards in München in der Kategorie besondere Leistungen.

2002

Baumgartner bekommt einen Platz auf der »Street of Champions« in Wien, Österreich, neben Persönlichkeiten wie Arnold Schwarzenegger, George Foreman, Pélé und Carl Lewis.

2003

Mensch gegen Maschine: Hauptstunt bei den Taurus World Stunt Awards in Hollywood, USA. Baumgartner überquert als erster Mensch den Ärmelkanal im freien Fall von Dover nach Calais.

2004

Base-Jump im freien Fall von einer Brücke am Kanal von Korinth (59 Meter). Base-Jump in die Mamethöhle im Velebit-Nationalpark, Kroatien (190 Meter). Base-Jump von der Bridge of the Americas in Panama (120 Meter). Weltrekord: Base-Jump von der höchsten Brücke der Welt, dem Viaduc de Millau in Frankreich (343 Meter).

2005

Stargast bei der berühmten Late Night Show mit Jay Leno in Los Angeles, USA.

2006

Base-Jump vom höchsten Gebäude in Lateinamerika, dem Torre Mayor in Mexiko-Stadt (225 Meter). Base-Jump vom höchsten Gebäude Skandinaviens, dem Turning Torso in Malmö, Schweden (190 Meter). Baumgartner schließt seine Ausbildung als Hubschrauberpilot an der Twin Air Helicopter School in Van Nuys, USA, ab.

2007

Base-Jump in die zweitgrößte Höhle der Welt, die „Seating of the Spirits“ in Oman (120 Meter). Base-Jump vom höchsten Gebäude der Welt, dem 101 Tower in Taipei (509 Meter).

2012

Erster Testsprung für Red Bull Stratos mit Stratosphärenballon und Druckkapsel: Freier Fall aus 21.828 Metern über Roswell, New Mexico. Höchstgeschwindigkeit: 568,92 km/h. Felix Baumgartner ist der dritte Mensch, der einen Sprung aus dieser Höhe überlebt.

Hier ein Video des Testsprungs:

Update 09.10.2012

Nachdem der Stratosphären-Sprung am Montag (08.10.2012) wegen schlechter Wetterverhältnisse auf Dienstag (09.10.2012) verschoben wurde, kam es am Dienstagabend nach einigen Verzögerungen zur Absage des Sprungs.

Felix hatte bereits in der Kapsel Platz genommen und der Ballon stand schon in der Luft. Leider war die Windgeschwindigkeit mit etwa 40 km/h an der Spitze des Ballons zu hoch für einen sicheren Start. Am Donnerstag (11.10.2012) soll ein neuer Versuch unternommen werden.

Für die Wartezeit: Ein animiertes Video von Red Bull Stratos, welches zeigt, wie der finale Sprung aussehen soll.

Update 14.10.2012

Der Extremsportler Felix Baumgartner hat Geschichte geschrieben. Er durchbrach als erster Mensch mit 1342,8 km/h (373 m/s; Mach 1.24) die Schallmauer. Aus 39045 m Höhe sprang er nur mit Druckanzug und Fallschirm ausgestattet zur Erde. Rund 2500 m höher als geplant.

Während des Sprungs geriet Baumgartner stark ins Trudeln. Nach eigenen Angaben dachte er kurz, er verliert das Bewusstsein. Er konnte die Situation jedoch unter Kontrolle bringen und landete sicher im US-Bundesstaat New Mexiko.

Damit hält Felix Baumgartner nun vier Weltrekorde:

  • höchste bemannte Ballonfahrt (39045 m)
  • höchster Absprung zum freien Fall (39045 m)
  • das Durchbrechen der Schallmauer im freien Fall (mit 1342,8 km/h; Mach 1.24)
  • und längster freier Fall (Strecke) mit 36500 m

Den anvisierten Weltrekord »längster freier Fall (Dauer)« verpasste Baumgartner um 16 Sekunden. Da er den Fallschirm schon bei 5200 Fuß öffnete, betrug seine Zeit des freien Falls 4 Minuten und 20 Sekunden. Dieser Weltrekord verbleibt damit bei seinem Mentor Joseph Kittinger, der 1960 aus einer Höhe von 31332 m absprang und dessen freier Fall 4 Minuten und 36 Sekunden dauerte.

Der von Felix Baumgartner bei seinem Rekordsprung unter widrigsten Bedingungen getragene ZENITH El Primero Stratos Flyback Striking 10th Chronograph – Sonderedition Felix Baumgartner ist wohl nun offiziell die schnellste Uhr der Welt.

Felix Baumgartner in der Kapsel kurz vor seinem Ausstieg

Felix Baumgartner in der Kapsel kurz vor seinem Ausstieg


Rekordsprung - Felix Baumgartner beim Ausstieg

Rekordsprung - Felix Baumgartner beim Ausstieg


Felix Baumgartner kurz vor seinem Rekordsprung aus 39045 m Höhe

Felix Baumgartner kurz vor seinem Rekordsprung aus 39045 m Höhe


Felix Baumgartner - Absprung: Zurück zur Erde

Felix Baumgartner - Absprung: Zurück zur Erde


Felix Baumgartner nach der planmäßigen Öffnung seines Fallschirms

Felix Baumgartner nach der planmäßigen Öffnung seines Fallschirms


Felix Baumgartner kniet nach seinem Rekordsprung nieder und jubelt

Felix Baumgartner kniet nach seinem Rekordsprung nieder und jubelt


Das VIDEO zeigt die Highlights der Mission (14.10.2012):

Fotos: © ZENITH | Live-Screenshots: © Onchrono

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